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OPERN- UND KULTURFAHRTEN

22 Nov 2025
Ort: Karlsruhe

  

01 Mär 2026
Ort: Basel

(Reservierung möglich bis 22.01.2026)

05 Apr 2026
Ort: Stuttgart

(Reservierung möglich bis 15.01.2026)

08 Aug 2026
Ort: Seebühne Bregenz

(Reservierung möglich bis 14.01.2026)

Rückblick

Sonntag, 05.10.2025

Ballett Nijinsky von John Neumeier

Festspielhaus Baden-Baden

Nach dem Besuch des John Neumeier Balletts „Dona Nobis Pacem“ (2023) hatten sich die Donaueschinger Musikfreunde in diesem Jahre (2025) das in Hamburg im Jahr 2000 uraufgeführte Ballett „Nijinsky“ vorgenommen. Selbstverständlich waren die Erwartungen hoch, wenn sich ein weltberühmter Balletttänzer, ein gefeierter großartiger Choreograph der Gegenwart mit dem Leben eines revolutionären Tänzers der Vergangenheit in einem abendfüllenden Handlungsballett beschäftigt: Vaslaw Nijinsky, dem „Dieu de la Danse“.

© Nijinsky | Kiran West

Geboren 1889 in Kiew, gestorben 1950 in London, hat Vaslaw Nijinsky mit seinem Tanz und mit seiner Form der Bewegung das Ballett neu erschlossen. Er hat in den Figuren, die er getanzt hat, fasziniert und mit den Choreografien, die er geschaffen hat, das Publikum in Atem gehalten. Sein Leben war von extremen Höhen, aber auch Tiefen geprägt, ebenso wie von einer langen psychischen Erkrankung, einer Schizophrenie. John Neumeier hat sich in seiner über 50 Jahre währenden Karriere als Ausnahmetänzer und gefeierter Choreograph intensiv mit ihm und seiner Laufbahn beschäftigt: Tanz in vollendeter Form als Ausdruck der Seele, auch der tiefsten Wünsche und Leidenschaften.

© Vorfreude… | Rainer Koßmann

Immerhin 16 Musikfreundinnen und Musikfreunde trafen sich also am 05.10.2025 gut gelaunt und erwartungsfroh am Parkplatz vor den Donauhallen. Der großzügigen Zeitplanung zum Trotz war die Fahrt nach Baden-Baden doch etwas mühselig, sorgten doch viele Staus dafür, dass wir nur knapp vor dem Beginn der Einführung das Festspielhaus erreichten. Aber wir genossen sofort die herrliche Atmosphäre dort.

Wir nahmen unsere Plätze ein und wurden sogleich von Neumeiers Bühnenbild in den Bann gezogen. Es zeigte in sehr reduzierter Form den Festsaal des Hotels „Suvretta House“ in St. Moritz, wo Nijinsky am 19. Januar 1919 das letzte Mal öffentlich tanzte. Er wollte hier den faszinierten oder auch entsetzten Hotelgästen „den Krieg tanzen, mit seinem Leid, seiner Zerstörung und seinem Tod“.

Die nächsten 45 Minuten zogen Rückblenden, Erinnerungen und Visionen an uns vorüber. Wir glitten hin und her – zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Wichtige Bezugspersonen erschienen, nicht immer sogleich erkennbar: Nijinskys Schwester Bronislawa, sein Bruder Stanislaw, ebenso psychisch erkrankt, dann natürlich Serge Diaghilew, der Nijinsky zum Star der Kompanie „Balletts Russes“ und zu seinem Geliebten machte. Berühmte Rollen und Bühnenfiguren werden im Tanz angedeutet, natürlich der „Goldene Sklave“ aus „Scheherazade“, der „Faun“ aus „L’Apres-midi d’un faune“ und “Petruschka“ nach der Musik von Igor Strawinsky. Das Ende des ersten Teils zeichnet den Weg in die Katastrophe vor, als Diaghilew Nijinsky entlässt und dieser Ramola de Pulszky heiratet, die ihn mehr als Star und Tänzer, denn als Gatten liebt.

Im zweiten Teil lebt Nijinsky zusammen mit seiner Frau Ramola. Doch während des 1. Weltkrieges verliert er seine gesellschaftliche, soziale und psychische Stabilität. Er verliert Heimat, Orientierung und Realität. Albträume und bruchstückhafte Rollenbilder kehren in seiner Erinnerung zurück und konfrontieren ihn mit früher getanzten Rollen, mit realen Personen wie Serge Diaghilew, mit der Wirklichkeit in psychiatrischen Kliniken und mit dem Chaos des laufenden Weltkrieges.

© Nijinsky | Kiran West

Am Ende steht Nijinsky allein auf der Bühne, er tanzt, wieder im Ballsaal des Hotels „Suvretta House“, in völliger Entrückung „für Gott“.

Natürlich waren wir begeistert von den Bildern, dem Tanz der großartigen Solistinnen und Solisten, der gesamten vielköpfigen Kompanie des Hamburg Balletts sowie den teilweise sehr farbigen Kostümen und dem Bühnenbild, geschaffen von John Neumeier selbst. Auch die Musik von Frédéric Chopin, Nicolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, Dimitri Schostakowitsch und Robert Schumann, von John Neumeier feinfühlig ausgewählt und von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter Nathan Brock großartig dargeboten, waren ein Genuss.

Der Applaus war lang und anhaltend, es gab aber keinen einzigen Szenenapplaus. Vielleicht lag das auch an den vielen eindrucksvollen Bildern, vielleicht auch daran, dass es manchmal schwierig war, Personen, Sinn und Inhalt des jeweiligen Tanzes zu erkennen. Vielleicht lag es aber auch an dem schon etwas in die Jahre gekommenen Publikum, welches Ballett in dieser schönen Umgebung schon zu häufig genossen hat.

© Nijinsky | Kiran West

Uns jedenfalls hat es sehr gefallen: Es war wieder einmal ein großartiges Erlebnis. Das ließen auch die vielfältigen Gespräche während der Heimfahrt erkennen, in denen wir immer wieder neu Personen, Rollen, Kostüme und Bezüge zu deuten und zu erklären versuchten. Das Studium des gut gemachten Programmheftes zuhause würde sich sicher lohnen.

Solisten: Alexandr Trusch (Vaslaw Nijinsky), Anna Laudere (Ramola Nijinsky), Ida Stempelmann (Bronislava Nijinska), Luis Musin (Stanislaw Nijinsky), Edvin Revazov (Serge Diaghilew)

Hamburg Ballett

Württembergische Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Nathan Brock.

Musik von Fréderic Chopin, Nikolai Rimski-Korsakow, Dimitri Schostakowitsch und Robert Schumann

 

 

 

Freitag, 30.05.2025

Kleine Kulturfahrt nach Schwetzingen

Schwetzingen

Ende April wird im Schwetzinger Schlosspark der Frühling eingeläutet. Die Lindenarkaden werden in Form geschnitten. Die empfindlichen Pflanzen: Palmen, Bananenstauden und Zitruspflanzen verlassen ihr Winterquartier, die frostsichere Orangerie, und werden im französischen Teil des Parks aufgestellt. Besucher strömen zum Apollotempel, zum Badhaus und zum „Ende der Welt“, beobachten die majestätisch einherschreitenden Pfauen und erfreuen sich an den Wasserspielen, Springbrunnen und an den üppig bepflanzten Rabatten. Dann beginnt die Festspielsaison. Im Mai ziehen Opern und Konzerte der Schwetzinger SWR Festspiele ein musikbegeistertes Publikum an. Zum Abend ist ein regionaler Wein, Kartoffeln der neuen Ernte und Schwetzinger Spargel ein absolutes Muss.

Die große Fontäne.

Der Grund für den Abstecher der GdM ist das 250. Jubiläum des Donaueschinger Hoftheaters im Jahr 2025. Das Theater befand sich in der Fürstenbergstraße, wurde ab 1775 regelmäßig bespielt und erlebte seine Blütezeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bevor es 1850 einem Brand zum Opfer fiel.

Ein Dutzend Musikfreundinnen und Musikfreunde traten am 30. Mai die Fahrt an, um ein noch heute regelmäßig bespieltes historisches Theater besuchen, in der einstigen Sommerresidenz des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz (1724-1799). Der liebte Schwetzingen, wo er vom Frühjahr bis zum Herbst wohnte. Hier war er – im Gegensatz zum Hauptsitz Mannheim – nicht an das strenge höfische Reglement gebunden. Er musste aber auch nichts entbehren. Sein gesamter Hofstaat inklusive Hofkapelle begleitete ihn. Und für die musikalische Unterhaltung wurde von Nicolas de Pigage ein kleines Theater gebaut.

Nach unserer Ankunft gingen wir zum Mittagstisch ins „Blaue Loch“, einem direkt an den Zirkelsälen des Schlosses gelegenes Traditionslokal mit einem idyllischen, zum Verweilen einladenden Biergarten.

Die Führung „Das Leben bei Hofe“ durch das Schloss hat uns in die Zeit des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz und des Markgrafen Carl Friedrich von Baden versetzt. Nach dem köstlichen Essen im Restaurant „Delle Rose“ begann um 19.30 Uhr das Konzert im Rokokotheater. Es traten der Countertenor Valer Sabadus und Spark. Die klassische Band mit dem Programm „Sehnsucht und Verlangen“ und Musik von Isabella Leonarda und Antonio Vivaldi bis Kurt Weill und Léo Ferré auf.
Dem Motto des Festivals „Verführung“ folgend ist die Gruppe anschließend noch zu einem zweiten Konzert in die stimmungsvoll ausgeleuchtete Orangerie gegangen. Hier lud das Azahar Ensemble zu einer „Spanischen Nacht“ ein.
Bei sommerlich-lauen Temperaturen blieb die Gruppe bis nach Mitternacht auf dem Schlossplatz, genoss die mediterrane Atmosphäre, ließ sich erfrischende Getränke schmecken und tauschte Eindrücke aus.

Am nächsten Morgen, vor Antritt der Rückreise haben wir noch den Schlosspark erkundet und den alten Baumbestand im Arboretum bestaunt. Das „Ende der Welt“ und der Paradiesgarten säumten unseren Weg. Wir wagten einen Blick ins Badhaus mit der riesigen Badewanne und bewunderten einen Raum komplett gefliesst mit Delfter Kacheln. Wir verweilten am Apollotempel und genossen den Blick über den Schlosspark und die Sichtachse, die sogenannte Palatina-Achse, die vom Königstuhl bei Heidelberg über den Schwetzinger Schlossgarten bis zur Kalmit verläuft.
Auch der Moschee mit dem schönen Kreuzgang statteten wir noch einen Besuch ab und verließen die Anlage mit dem Vorsatz, diesen paradiesischen Ort recht bald wieder zu besuchen.

Über uns

Seit 1913 ist die Gesellschaft der Musikfreunde aktive Mitgestalterin des Kulturlebens in Donaueschingen. Heute veranstaltet sie mit Unterstützung der Stadt Donaueschingen regelmäßig Konzerte und Kleinkunstabende und Kulturfahrten für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region.

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Gesellschaft der Musikfreunde
c/o Amt für Kultur
Karlstraße 58
D-78166 Donaueschingen

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