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OPERN- UND KULTURFAHRTEN

05 Apr 2026
Ort: Stuttgart

(Reservierungszeitraum bereits erfüllt)

26 Apr 2026
Ort: Basel

(Reservierung möglich bis 20.03.2026)

08 Aug 2026
Ort: Seebühne Bregenz

(Reservierungszeitraum bereits erfüllt)

Rückblick

Sonntag, 01.03.2026

Oper MACBETH von Giuseppe Verdi im Theater Basel

Es ist immer spannend, sich auf eine sehr bekannte und häufig dargebotene Oper eines berühmten Komponisten in einer neuen und modernen Inszenierung einzulassen. Und so hatten sich die Donaueschinger Opernfreunde den Besuch der Oper „Macbeth“ von Giuseppe Verdi im Theater Basel vorgenommen – eine Neuinszenierung von Herbert Fritsch. Voller Erwartungen – auch geschürt durch die bereits vorliegenden Kritiken – nahmen wir unsere Plätze ein, begleitet von der Frage: Was erwartet uns tatschlich.

Natürlich kannten wir die Handlung der blutigen Tragödie William Shakespeares vom mörderischen Aufstieg und dem letztendlichen Fall des Paares Macbeth in den Wahnsinn wie in den Tod. Verdi (1813–1901) übernimmt diese für seine 10. Oper, wenn auch auf den Anfang und das Ende der Herrschaft Macbeths verkürzt. Es ist seine düsterste Oper, auch wenn der Komponist der Handlung offenbar auch heitere, vielleicht sogar komische Züge abgewinnen konnte.

 

© Macbeth | Ingo Höhn/ Theater Basel

Nach der Ouvertüre, gewohnt spannungsgeladen und kontrastreich vom Sinfonieorchester Basel unter Dirk Kaftan dargeboten, erwartete uns ein überraschendes Bühnenbild. Fünf schlichte, rot beleuchtete Bögen, eingefasst von weißen Lichtbögen und einmündend in einen ebenfalls rot erleuchteten Hintergrund, schafften einerseits Fläche, gaben aber durch ihre sich verengende Staffelung zugleich Raum für die Handlung und deren Ebenen. Die Kostüme waren durchgängig schwarz, lediglich Lady Macbeth – von Heather Engebretson fantastisch gesungen und oft auch sehr leichtfüßig dargestellt – trug ein weißes, an ein Nachthemd erinnerndes, luftiges Kleid.

Allenthalben schräge, grelle Kontraste, wo immer man hinschaute. Rot, schwarz, weiß und dieses Spiel von Farben und Licht im steten Wandel. Macbeth – gesungen von Iain McNeil –, einem Hünen, in ein wuchtiges schwarzes Kostüm gewandet, mit Pumphosen und riesigem Kragen, ließ Lady Macbeth wie ein Püppchen wirken.

Dies alles war in seiner burlesken Widersprüchlichkeit von Regisseur Herbert Fritsch, der sowohl für Inszenierung als auch Kostüme und Bühnenbild verantwortlich zeichnete, sicher ausdrücklich so gewollt.

 

© Macbeth | Ingo Höhn/ Theater Basel

Entsprechend war es vermutlich nicht für jeden von uns sogleich möglich, sich auf diese Umsetzung der Oper einzulassen. Man konnte hier und da den Eindruck gewinnen, Bühne, Kostüme, Licht seien für ein farbenfrohes Videogame entwickelt worden. Bühnenbild, Lichtdramaturgie und Choreografie wirkten perfekt und faszinierend; sie hätten durchaus auf einen großen Bildschirm gepasst. Und so fiel es der herrlichen Musik Verdis zum Trotz – die wider das Melodram auch leichte und heitere Passagen aufwies – anfänglich durchaus schwer, einen emotionalen Bezug zum Geschehen aufzubauen. Und dies, obgleich gerade die Musik ein possenhaftes, derb komisches, ja auch provokatives Spiel der Figuren zulässt.

 

© Macbeth | Ingo Höhn/ Theater Basel

Dies änderte sich – zumindest für den Autor dieser Zeilen – nach der Pause. Die Handlung wurde dichter: Die Hexen, ein vielgestaltiger Chor vermummter schwarzer Gestalten, ließen Macbeth mit weiteren, für ihn unverständlichen Prophezeiungen zurück. Sich in Sicherheit wähnend, begehen er und Lady Macbeth weitere Morde und löschen gar eine ganze Familie aus.

Gepeinigt vom schlechten Gewissen, schlafwandelt Lady Macbeth bis hinein in jenen Wahn, an dem sie – begleitet von Arzt und Kammerfrau – stirbt. Macbeth hingegen zieht unbeeindruckt und ohne Reue in die Schlacht, in der trügerischen Gewissheit, unbesiegbar zu sein. Die Prophezeiungen der Hexen bleiben ihm verschlossen. Und so wird er durch einen Gegner getötet, dem er sich immer gewachsen fühlte: Der wahre König wird letztlich König, wie von den Hexen vorhergesagt. Alle Prophezeiungen haben sich erfüllt.

 

© Macbeth | Ingo Höhn/ Theater Basel

Der Schlussapplaus war lang und auch wir waren durchweg begeistert. Das fröhliche Spiel der Sängerinnen und Sänger ging auch nach dem Ende der Oper weiter. Man konnte die Freude und die Begeisterung aller Beteiligten deutlich sehen. Vielleicht haben wir eine „Oper der anderen Art“ erlebt, Freude daran hatten wir aber allemal. Und eines ist immer sicher: Musik von Giuseppe Verdi, dargeboten von einem großartigen Orchester, kann nicht enttäuschen.

 

© Applaus | Rainer Koßmann

Musikalische Leitung – Dirk Kaftan, Inszenierung, Bühne und Kostüme – Herbert Fritsch, Lichtdesign – Cornelius Hunziker, Chorleitung – Michael Clark, Dramaturgie – Benjamin Wäntig

Macbeth – Iain McNeil, Banco – Marius Aron, Lady Macbeth – Heather Engebretson, Dame der Lady Macbeth – Hope Nelson, Macduff – Rolf Romei, Malcolm – Evin Ahmeti

Sinfonieorchester Basel, Chor und Extrachor des Theater Basel

 

 

Samstag, 22.11.2025

Oper LOHENGRIN von Richard Wagner

Badisches Staatstheater Karlsruhe

Richard Wagner (1813–1883) ist bis heute einer der meistdiskutierten Komponisten. Sein Werk ist musikalisch revolutionär, aber seine Person ist politisch und ideologisch hoch problematisch. Diskutiert werden insbesondere

  • seine Nähe zum deutschen Nationalismus und die spätere Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus und
  • sein Antisemitismus (Schrift „Das Judenthum in der Musik“) und die Frage, ob bzw. wie man seine Opern heute aufführen soll (siehe auch „Musikwissenschaft Leipzig“).
     
© Lohengrin | Felix Grünschloß

Angesichts dieses Hintergrundes ist die Gruppe unserer elf Opernfreunde recht gespannt, was sie vom Karlsruher Ensemble erwarten darf. Und tatsächlich wird niemand enttäuscht, wartet doch diese Aufführung bereits zu Beginn mit einer Überraschung auf: Der Retter von Elsa (Pauliina Linnosaari) und Beschützer von Brabant entsteigt dem Publikum und nicht einem irgendwie gearteten Nebel. Mithin ein Fremder will und wird der Retter sein (Mirko Roschkowski als Lohengrin) und im Kampf über den Gegenspieler Telramund (Kihun Yoon) obsiegen. Was bleibt: Der von Elsa geleistete Schwur, Lohengrin nie nach dem wahren Namen und seiner Herkunft zu befragen, steht nunmehr bedrohlich im Raum. Und der Erbe des verstorbenen Herzogs von Brabant, Gottfried (Phillip Hohner), bleibt verschwunden.
 

© Lohengrin | Felix Grünschloß

Erfrischend macht sich die Regie von Manuel Schmitt auch weiterhin auf den Weg, den bekannten Wagner-Mythos aller Illusionen zu berauben. Allgegenwärtige Gefahren autoritärer Herrschafts- und Gehorsamsstrukturen, insbesondere bei den Massenszenen, werden schonungslos aufgezeigt. Unterstützt wird diese Dekontaminierung Lohengrins von einer nationalsozialistisch geprägten Architektur des Bühnenbildes und den an die 30er Jahre erinnernden Kostümen – Julius Theodor Semmelmann (Bühnenbild) und Carola Volles (Kostüme).
 

© Lohengrin | Felix Grünschloß

Es ist nunmehr an Ortrud (Dorothea Spilger), der ebenfalls verbannten Frau des Gegenspielers Telramund, Elsas Vertrauen zu gewinnen und Zweifel an dem Charakter wie der Herkunft des fremden, jetzt vom Volk so gefeierten Anführers zu schüren. Gilt es doch, den Unbekannten – wenn nicht im Zweikampf, so doch im Zuge der Intrige – zu Fall zu bringen. Noch hält Elsa stand, bekräftigt ihr Vertrauen und die Brabanter sind bereit, ihrem neuen Helden in den anstehenden Krieg zu folgen.
 

© Lohengrin | Felix Grünschloß

In der Dramatik angelegt, folgt das Unausweichliche: Elsa stellt die verbotene Frage! Dem Ritter des heiligen Grals und Sohn des Gralskönigs Parzival bleibt daraufhin nur, sich zurückzuziehen – ohne Pomp steigt er entschlossen zurück ins Publikum. Jedoch nicht ohne zuvor Gottfried (Phillip Hohner), den von Ortrud (Dorothea Spilger) verwunschenen Erben, zu befreien und dem verwirrten Volk als neuen „Führer“ vorzustellen.
 

© Lohengrin | Felix Grünschloß

Die Debatte wird sicher weiter fortgeführt, ob und wie man Wagners Werk von der Person trennen kann: Einerseits genießt die Musik höchste Anerkennung, andererseits stehen Antisemitismus und politische Vereinnahmung im Raum.

Doch uns Opernfreundinnen und Opernfreunden schien es, als sei es Manuel Schmitt gelungen, das Stück als Mahnung vor möglichen, sich bereits am Horizont abzeichnenden autoritären Herrschaftsstrukturen zu begreifen. Denn an dieser Aufführung war nichts Heroisches:

  • Ein Grab, eingesetzt als wiederkehrender Mittelpunkt der Bühne (Brabant oder Wagner).
  • Ein Schwan, ursprünglich ein Symbol der Verbindung von historischen wie mythischen Welten, erscheint mit Holzflügeln statt strahlendem Federkleid.
  • Lohengrin (Mirko Roschkowski), ansonsten eine Lichtgestalt verkörpernd, ist nur Gutmensch aus den Händen der Massen.
  • Und Elsa (Pauliina Linnosaari), die schon zum Ende des zweiten Aktes Distanz hält, bleibt die Augenhöhe zu ihrem Retter verwehrt.
     
© Applaus | Rainer Koßmann

Vielleicht haben all die anderen Mitglieder unserer Gesellschaft Wagner und die aus seiner Feder stammende Oper „Lohengrin“ nun doch schon zu häufig gesehen? Uns aber – der kleinen Gruppe von Opernfreundinnen und Opernfreunden – wurde ein großartiges Opernerlebnis zuteil. Das ließen auch die vielfältigen Gespräche während der Heimfahrt erkennen, in denen wir immer wieder neu Personen, Rollen, Kostüme und Bezüge zu deuten und zu erklären versuchten. Das Studium des gut gemachten Programmheftes wird sich sicher lohnen. 

Was bleibt: Herzlichen Dank an das Ensemble, an die Sängerinnen und Sänger der Chöre (Badischer Staatsopernchor und Cantus Juvenum Karlsruhe e. V.) und die gut aufgelegten Musikerinnen und Musiker der Badischen Staatskapelle.
 

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